Liebe Mama,
ich wollte Dir mal kurz mitteilen, wie es mir seit 26. November ergangen ist, am Tag als ich Dich und meine Geschwister verlassen habe.
Zunächst musste ich eine ganz schön lange Fahrt mit dem Auto auf mich nehmen, man hat mich nämlich bis nach München gebracht. Dort angekommen wurde ich erst mal von einer fremden großen Katze, die Lilly heißt, mit einem Fauchen empfangen. Das war ja super! Aber die 2 Menschen die mich mitgenommen haben, waren sehr nett und haben mich getröstet und mir Mut zugesprochen, sodass ich gar keine Angst mehr hatte. Ich durfte dann sogar in ein ganz großes, weiches Etwas mit, das die Menschen Bett nannten und da hat es mir richtig gut gefallen. Die Lilly war, glaub ich, ein bisschen sauer und hatte wohl Angst, dass ich ihr den Platz wegnehme, aber weil ich doch noch so klein bin, hat sich diese Sorge schnell bei ihr gelegt.
Schon am nächsten Tag hat sie sich mich mal genauer angesehen und ein ganz klein bisschen versucht mit mir zu spielen. Sie konnte wohl nichts mit mir anfangen und daher das Fauchen. Aber gehauen hat sie mich nicht und schon an Abend sind wir uns näher gekommen. Ich hab mir erst mal meine neues Heim genau angesehen, hab einen großen Baum erklommen ( Ficus Benjamin ) und in eine andere Topfpflanze mein Geschäft gemacht. Au weiha, das war nicht richtig und die Menschen haben mich ins Katzenklo gesetzt und mir gesagt, dass man nicht in Topfpflanzen kack... soll. Hab ich mir gemerkt, wusste es ja auch nicht besser, da wir bei uns zu Hause ja keine Topfpflanze gehabt haben.
Dann gibt es hier noch einen ganz tollen Katzenkratzbaum bis zur Decke. Der ist richtig Klasse und da hat meine Freundschaft mir Lilly richtig angefangen. Wir können uns da nämlich auf 2 Etagen setzen und gegenseitig unsere Schwänze fangen. Das macht Spaß! Die Menschen spielen auch ganz viel mit mir und mir ist nie langweilig. Ich finde immer irgendetwas und wenn es nur ein Blatt von "meinem Baum" ist, damit kann ich spielen bis ich müde werde.
Zwischenzeitlich habe ich die Lilly ganz fest lieb und sie mich auch. Sie ist wie eine zweite Mama für mich und wenn ich Dich zu sehr vermisse, dann suche ich nach den Zitzen bei Lilly und die lässt mich sogar nuckeln. Die Menschen haben gesagt, dass sie das unglaublich finden, weil es bei Lilly ja schon 1 1/2 Jahre her ist, dass sie eine Mama war, aber bei mir hat sie sich scheinbar daran erinnert wie das so war und jetzt passt sie auf mich auf wie Du.
Ich schicke Dir eine paar Bilder von Lilly und mir und Du kannst darauf sehen, wie gut wir uns verstehen. Liebe Mama, ich möchte Dir und den Pflegern/innen vom Heim nochmal ganz viel danken für alles was ihr für getan habt und euch sagen, dass ihr euch keine Sorgen um mich machen müsst. Es geht mir hier wirklich sehr gut und ich fühle mich sauwohl.
Deine Samy
( Die haben mich Samanta genannt, weil ich eine kleine Hexe ??? bin und weil Samanta so lange ist rufen Dich mich Samy. Mir gefällt's! )