Tiere im Glück 2020

Banu und Hillery

Banu und Hillery
Banu und Hillery

Hallo liebes Tierheim Passbrunn,

vielleicht gerade passend für die Zeit, in denen jeder eine positive Aufmunterung brauchen kann, möchte ich Euch von unseren beiden von Euch übernommenen Katzen berichten.

Da wäre die Hillery, jetzt ZsaZsa, denn gerade hässliche Katzen brauchen besonders schöne Namen.
Hillery wurde uns von Euch anvertraut. Wir nahmen sie vor allem mit, weil sie außer einem einwöchigen Vermittlungsversuch, schon 1 ½ Jahre im Tierheim saß und das vor allen Dingen deshalb, weil sie von Besuchern nie zu sehen war. Menschen gegenüber hatte sie jedes Vertrauen verloren. Wir stellten uns darauf ein, dass wir sie, nicht zu sehen bekommen und sie nur nachts zum Fressen kommt.
Weil sie ein besonderer Fall war, haben wir zum ersten Mal bei einer Neuaufnahme, das Katzenmädchen, das sich vor allem auf das Fressen fokussiert hatte (kurze Beine, kurzer Schwanz, dicke Bäckchen und Hängebauch), in einem großen Zimmer mit sonniger Fensterbank und eigenem Badezimmer (Platz für Katzenklo) separiert. Das Zimmer hatten wir katzengerecht mit von unseren Katzen benutzten Kratzbäumen, Liegehöhlen eingerichtet. Drei Wochen lang haben wir uns jeden Tag 2 x eine Stunde zu ihr gesetzt, haben sie versorgt, konnten sie aber in dieser Zeit trotz aller Versuche mit Spielzeug und Leckerlies nicht zu Gesicht bekommen, da sie sich immer in einer Höhle vor uns verkrochen hatte. Dann erweiterten wir den Kontakt um unseren Kontaktkater, den wir jedes Mal mitnahmen. ZsaZsa nahm da aber immer noch keinen Kontakt weder zu uns, noch zu ihm auf. Nach ca. 6 Wochen öffneten wir die Tür zu ihrem Zimmer und sie entschied dann selbst, dass es wohl doch bei den anderen Katzen spannender war. In der ersten Woche ging sie selbst nach 2 Stunden wieder in ihr Zimmer und wir schlossen die Tür wieder. Dann schaffte sie es, den ganzen Tag im Haus unterwegs zu sein und wir schlossen die Tür erst abends, wenn sie zum Schlafen ging. Irgendwann blieb die Tür dann immer offen. Anfang, wenn sie im Haus auf uns traf, war sie so erschrocken, dass sie gleich wieder in ihr Zimmer zurücklief. Erst als sie merke, dass wir nichts von ihr forderten, wurde sie mutiger und verlor ihr Fluchtverhalten.
Irgendwann lag sie dann zusammen mit unserem Kontaktkater auf dem Sofa und ich zeigte ihr, indem ich ihm über den Pelz strich, dass Menschen wohl doch nicht so schlecht sind. Nach einigen Tagen strich, nachdem ich unseren Kontaktkater gestreichelt hatte, ihr einmal über das Fell und was für ein Wunder, sie blieb liegen.
Von diesem Zeitpunkt an wurde der Kontakt zu ihr immer fester. Inzwischen kommt sie, sobald wir uns auf dem Sofa gesetzt haben entweder zu mir oder meinem Mann und sucht direkt den Körperkontakt, lässt sich durchknuddeln, schmeißt sich auf den Rücken und findet es einfach toll in unserer Nähe zu sein.
Problematisch ist nur noch, wenn sie hochgehoben werden muss. Ein Gang zum Tierarzt ist noch nicht möglich, da wir sie nie in die Kiste kriegen würden. Aber wir üben das jeden Tag und heben sie kurz hoch und setzen sie dann vor einem Leckerli wieder ab.
Sie ist eine ganz wundervolle, aktive, anschmiegsame Katze geworden, die sich ohne Probleme mit Mensch und Tier verträgt. Also Ende gut, alles Gut.

Passend dazu unsere zweite Geschichte. Die Banu, unser schwarz-weißes Katzenmädchen, bei der es ja auch ganz schwierig war (lebte anfangs hinter unserem Gefrierschrank), Kontakt aufzubauen, was dann aber gut gelungen war, wie ich euch schon berichtet hatte.
Aber Banu hat den Drang einfach wegzulaufen. Im ersten Jahr war sie zuerst eine Woche verschwunden, dann im Sommer einen Monat, dann von August bis November. Wir wohnen auf dem Land und sie hat wenig Möglichkeiten sich woanders „Durchzufressen“. Als sie im November vorletzten Jahres wieder da stand, war sie uns gegenüber so, als ob sie gerade einen Tag gefehlt hätte, sehr kuschelbedürftig und verfressen. Wir kümmerten uns um sie, entwurmten sie, entflohten sie, ließen sie impfen und ließen sie dann im Frühjahr letzten Jahres mit den anderen Katzen zusammen auch wieder raus. Die ersten Male kam sie brav zurück und blieb dann ab April wieder weg. Das ganze letzte Jahr konnten wir sie auch nicht sichten. Als es dann kalt wurde, dachte ich, sie kommt nicht mehr wieder, hat entweder ein neues Zuhause gefunden oder ist im Katzenhimmel. Aber das Unglaubliche passierte wieder, im Februar stand sie im Dunklen auf unserer Terrasse und miaute. Ich konnte sie einfach auf den Arm nehmen und reintragen und von dieser Stunde an, tat sie wieder so, als ob sie nie weggewesen wäre. Wir sind jetzt schon mit ihrer Behandlung soweit durch. Im Moment drängt sie überhaupt nicht nach draußen und wenn sie kurz mit den anderen draußen ist kommt sie nach ein paar Minuten sofort wieder. Aber es ist ihre Entscheidung zu bleiben oder zu gehen. Sie macht das, womit sie glücklich ist und ich bin mir sicher, sie weiß, wo sie Hilfe bekommt, wenn sie das nötig hat, da sie bis heute immer wieder zu uns hergefunden hat. Wir sind für sie da, wenn sie uns braucht, lassen ihr aber auch die Freiheit, die sie braucht, um frei und glücklich zu sein.

Auch hier passt der Schluss, Ende gut alle gut und wenn es noch nicht gut ist, dass ist es noch nicht das Ende.

Liebes Tierheim, danke für zwei wunderbare Katzen und euren Einsatz um jedes Tier. Bleibt selbst gesund und wir sehen uns.

Falls Ihr Hilfe braucht und wir unterstützen können, meldet euch bei uns.

Liebe Grüße

Andreas und Birgit B.

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