Tiere im Glück 2020

Opi

Opi

Liebes Tierheim-Team, lieber Besucher!

Wir möchten allen Menschen Mut machen, sich bei einer Adoption ggf. auch für ein älteres oder gehandicaptes Tier zu entscheiden.

„Opi“ haben wir im Januar 2020 hier im Tierheim entdeckt, als wir beschlossen, auf unserem Hof immer auch einem „Hospiz-Tier“ ein Zuhause zu geben. Unser bestehendes Katzenrudel beinhaltete zwar bereits blinde und gelähmte Tiere, jedoch haben die alle voraussichtlich noch viele Lebensjahre vor sich. Von diesen Katzen haben wir bereits viel gelernt, denn Katzen leben im „heute“ und arrangieren sich hervorragend mit ihren Einschränkungen. Sie hadern nicht mit ihrem Schicksal, sie leben einfach und machen das Beste draus. Auch unsere Blinden klettern und toben durchs Haus, bewegen sich dabei faszinierend sicher, so als könnten sie sehen und die gelähmte Mayra nutzt mit ein paar einfachen Hilfen ebenfalls die Kratzbäume.

Da aber gerade auch die alten Tiere im Tierheim oft übersehen werden, weil der Mensch Angst vor hohen Tierarztkosten hat oder befürchtet, dass er sich bald wieder vom Tier verabschieden muss, haben wir Opi zu uns geholt. Er wurde im hohen Alter auf der Straße gefunden und schien von niemandem vermisst zu werden.

Opi ist schräg – deshalb passt er auch so gut zu uns! Von der ersten Sekunde an war er bei uns Zuhause. Er stieg aus der Box, ging aufs Bett, legte sich dort hin und hatte diese Stelle zu seinem Lieblingsplatz auserkoren. Die anderen Katzen ließen ihn völlig kalt, Opi machte einfach sein Ding. Als gäbe es so eine Art „Respekt vor dem Alter“ bei Katzen wurde er von allen anderen sehr schnell akzeptiert und es gab keinerlei Auseinandersetzungen. Nun beschreitet Opi täglich mehrmals sein „Bermuda-Dreieck“: Bett – Klo – Fressnapf – Bett… Sobald man ihn streichelt, wirft er den Motor an und schnurrt so laut, dass man ihn aufgrund seines bestehenden Atemproblems noch im Nachbarzimmer hören kann. Er scheint inzwischen sehr schlecht zu hören, denn er reagiert immer erst, wenn wir in sein Blickfeld kommen. Dann aber steht er sofort auf und begrüßt uns.

Gerade die „grauen Schnauzen“ strahlen so viel Ruhe aus und man spürt, dass sie viel zu erzählen hätten, wenn sie es könnten. Gerade sie sind so dankbar, noch ein kleines Plätzchen im Herzen eines Menschen zu bekommen und wollen doch gar nicht mehr, als in Ruhe und geliebt irgendwann diese Erde wieder verlassen zu können. Ja, sicherlich hat man nicht mehr so viel Zeit zusammen mit diesem Tier – aber gerade diese kürzere Zeit empfinden wir als eine ganz besondere Zeit, schon allein deshalb, weil man weiß, dass diese Zeit kostbar ist. Vermutlich werden wir auch Tierarztkosten haben, aber das, was wir im Gegenzug dafür von Opi zurückbekommen, ist unbezahlbar. Bleibt nur noch das Argument, dass wir uns vermutlich in nicht allzu langer Zeit wieder von Opi verabschieden müssen – dann war es uns aber eine Ehre, ihn kennengelernt und auf seinen letzten Wegen begleitet zu haben.

Bis dahin genießen wir jetzt jede Minute mit dem schnarchenden, schmatzenden und grunzenden Opi und hoffen, dass sich noch viele andere Menschen entscheiden, ein älteres oder gehandicaptes Tier aufzunehmen.
Es lohnt sich!

Sabine und Thomas mit Opi

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